Rechenzentrum EvoSwitch erhöht Energieeinsparung auf 50 Prozent
Gesendet am 15.12.2009
Power Usage Effectiveness (PUE) bei EvoSwitch von 1,6 auf 1,5 gesenkt
EvoSwitch, das niederländische carrierunabhängige Rechenzentrum mit CO2-neutralem Betrieb, hat die durchschnittliche Power Usage Effectiveness (PUE) des Datenzentrums von 1,6 auf 1,5 senken können. Die Energieeinsparung im Vergleich zu einem herkömmlichen Rechenzentrum ist somit von 40 auf 50 Prozent erhöht worden. Letztendliches Ziel der EvoSwitch ist die Verwirklichung einer Energieeinsparung von 80 Prozent.
„Eigentlich beträgt die Energieeinsparung augenblicklich sogar mehr als 50 Prozent“, so Eric Boonstra, Geschäftsführer der EvoSwitch. „Die PUE unseres Rechenzentrums liegt in der letzten Zeit nämlich strukturell etwas unter 1,5. Die zusätzliche Einsparung wird vor allem durch weitere Investitionen in grüne Technologie und in Steuerungssysteme verursacht. Auch die Erweiterung durch die Kundenzunahme im Jahr 2009 hat die Senkung der PUE mitbewirkt.“
Boonstra: „Die Kennzahl 1,5 gibt an, dass wir innerhalb von EvoSwitch beträchtlich sparsam operieren, auch wenn wir unser Ziel noch nicht erreicht haben. Wir fingen Anfang 2007 mit einer PUE von 1,8 an. Vor einem Jahr belief sich die PUE auf 1,6 und inzwischen haben wir also eine PUE von 1,5 verwirklicht. Wir werden unsere Investitionen in weitere Energieeinsparungen jedoch weiter fortsetzen. Für EvoSwitch und für unsere Kunden ist das wichtig, da die Umweltbelastung durch den Rechenzentrumssektor möglichst niedrig bleiben sollte. Außerdem werden die Energiepreise zunehmen und möchten wir gerne unsere eigene Energierechnung und die unserer Kunden bezahlbar halten.“
Erschwingliches Rechenzentrum
EvoSwitch verwendet den Ertrag aus den Energieeinsparungen zum Großteil zur Bestreitung der heutigen und neuen Investitionen in grüne Technologien. Boonstra: „Der Bau eines grünen Datenzentrums ist teurer als der eines herkömmlichen Rechenzentrums, da grüne Technologien nun einmal mehr Geld kosten als traditionelle Geräte. Wir geben jene zusätzlichen Kosten jedoch nicht an unsere Kunden weiter. Auch nicht die Kosten für den von uns verbrauchten grünen Strom und unsere Investitionen in die CO2-Kompensierung in Zusammenarbeit mit der Climate Neutral Group.“
„Investitionen in grüne Technologien bedeuten für unsere Kunden eine gute Versicherung gegen hohe Energierechnungen in der nächsten Zukunft“, erklärt Boonstra. „Die Energiekosten bleiben auf diese Art und Weise für sie beherrschbar, vorhersehbar und erschwinglich. Vor allem für große IT-Infrastrukturen ist dies ausgesprochen wichtig.“
Klimagipfel in Kopenhagen
EvoSwitch ist ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, bei dem sich „Grün“ und profitables Unternehmen ausgezeichnet miteinander vereinigen lassen. Boonstra: „Und nicht nur das: Signifikante Energieeinsparungen sind in der nächsten Zukunft ein Muss für Datenzentren, um den Betrieb aufrechterhalten zu können, und für Kunden eine Notwendigkeit, um ihre IT-Infrastruktur erschwinglich zu halten. IT-Infrastrukturen verbrauchen meist Unmengen Strom, bei einem grünen Rechenzentrum wie EvoSwitch hält sich das jedoch in Grenzen.“
Bei der Klimagipfelkonferenz in Kopenhagen sollte der Rechenzentrumssektor ein Tagesordnungsschwerpunkt sein, meint Boonstra. „Von der Rechenzentrumsbranche wird gesagt, dass sie in der herkömmlichen Form mindestens genauso verschmutzend ist wie die Luftfahrt, und das könnte sogar stimmen. Dank grüner Technologien, des Einsatzes grünen Stroms und der Tatsache, dass IT-Infrastrukturen für Unternehmen sehr wichtig sind, lässt sich ein solcher Großverbrauch jedoch rechtfertigen. Auch ist die Verwendung eines gemeinsamen Rechenzentrums für mehrere IT-Infrastrukturen immer noch effizienter, als wenn sich jedes Unternehmen selbst ein kleines Rechenzentrum einrichtet. Es lassen sich allerdings sicherlich noch große Umweltvorteile erzielen, wenn alle Rechenzentren auf eine umweltfreundliche Art und Weise betrieben werden würden.“
Der grüne Entwurf
Der umweltfreundliche Entwurf für das EvoSwitch-Rechenzentrum ist auf der Grundlage von Empfehlungen des niederländischen Instituts für angewandte Technik (TNO - www.tno.nl) und mit Hilfe eigener Innovationen eines engagierten Entwicklungsteams zustande gekommen. Dies hat bei der Eröffnung des Rechenzentrums im April 2007 zu einem energiesparenden Konzept geführt, bei dem unter anderem Free Cooling (Kühlung mit Hilfe der Außentemperatur), Cold Corridors (Trennung warmer und kalter Luftströme) und UPS-Technologie mit Delta Conversion zum Einsatz gelangen.
Augenblicklich arbeitet das F&E-Team von EvoSwitch an einem neuen Kühlkonzept, bei dem sich die PUE-Kennzahl noch weiter senken wird. Boonstra: „Das neue Kühlkonzept wird zu einer weiteren Senkung der Kapital- und Betriebskosten führen, was zu substanziellen Vorteilen für sowohl die Umwelt als die Kunden von EvoSwitch führen wird. Mit diesem neuen Konzept streben wir nach einer PUE von 1,2.“
