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Grünes Datencenter EvoSwitch erhöht die Energieeinsparung auf 40 Prozent

Gesendet am 18.12.2008

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Durchschnittliche Power Usage Effectiveness (PUE) Datencenter senkt von 1,8 auf 1,6

EvoSwitch (www.evoswitch.com), das niederländische carrier-neutrale Datencenter, das CO2-neutral operiert, hat die durchschnittliche Power Usage Effectiveness (PUE) des Datencenters von 1,8 auf 1,6 gesenkt. Die Energieeinsparung in Bezug auf ein traditionelles Datencenter wurde damit von 20 auf 40 Prozent erhöht. Das letztendliche Ziel von EvoSwitch ist eine Energieeinsparung von 70 bis 80 Prozent.

Die zusätzliche Einsparung des Energieverbrauchs von 20 Prozent wird insbesondere durch weitere Investitionen in energiesparende Apparatur und Steuerungssysteme verursacht. Darüber hinaus ist die Erweiterung des Datencenters im Jahr 2008 auch der PUE zugute gekommen.

Die erste Phase von EvoSwitch (2000 m2) ist bereits völlig mit Apparatur von Kunden gefüllt. Diese Phase wurde im April 2007 übergeben. Auch ein Teil der zweiten Phase (2000 m2 extra) ist mittlerweile bereits gut gefüllt. Die zweite Phase wurde kurz vor dem Sommer 2008 übergeben und forderte eine zusätzliche Investition von 9 Millionen Euro. EvoSwitch hat eine potenzielle Kapazität an Bodenfläche von insgesamt mehr als 9.000 Quadratmetern, wenn die nächsten Phasen ausgebaut sind.

Ziel: 70 bis 80 Prozent Energieeinsparung
„Die zusätzliche Energieeinsparung entspricht dem, was wir vorher berechnet haben“, sagt Laurens Rosenthal, Innovation Director bei EvoSwitch. „Eine durchschnittliche PUE von 1,6 ist sparsam, aber im neuen Entwurf für die nächsten Phasen können wir eine PUE realisieren, die noch niedriger ist. Eine PUE von 1,2 bis 1,3 ist nach Abrundung der nächsten Phasen eine sehr realistische Zielsetzung. Nach den Berechnungen wird in der neuen Phase, in Phase 3, eine Energieeinsparung von 70 bis 80 Prozent in Bezug auf ein traditionelles Datencenter realisiert werden“.

Eine PUE von 1,2 bis 1,3 ist sehr sparsam. EvoSwitch zeigt hiermit, bei der Innovation von Datencentern ein Vorläufer zu sein. Rosenthal: „Das bedeutet, dass man nur 20 bis 30 Prozent Zusatzstrom zur Verwaltung der Infrastruktur der Datencenter benötigt, während 80 bis 120 Prozent Zusatzleistung in den traditionellen Datencentern im Moment sehr gängig sind. Es sind auf dem Markt sogar Auswüchse von 3,0 bekannt, wobei demnach 200 Prozent Zusatzenergie benötigt werden“.

Bezahlbares Datencenter
Die Energieeinsparungen verwendet EvoSwitch zur Finanzierung der heutigen und neuen Investitionen in grüne Technologien, aber auch, um die Energiekosten für Kunden bezahlbar zu halten. „Der Bau eines grünen Datencenters ist aufwändiger als jener eines traditionellen Datencenters, die Kunden merken davon aber überhaupt nichts“, sagt Rosenthal. „Wir verwenden die Einsparung zur weiteren Investition in grüne Technologie. Unsere Kunden bezahlen auch nicht mehr für unsere CO2-Kompensation, in die wir zusammen mit der Climate Neutral Group investieren. Betriebe sind bei EvoSwitch außerdem besser gegen hohe Energierechnungen gewappnet. Dank unserer grünen Investitionen und einer langfristigen Einkaufsstrategie für Strom halten wir den Energiekostenpunkt für Kunden beherrschbar und vorhersagbar“.

Energiesparendes Datencenter
Der umweltfreundliche Entwurf des Datencenters EvoSwitch kam auf der Grundlage von Empfehlungen von TNO (niederländisches Institut für angewandte naturwissenschaftliche Forschung) sowie mittels einer eigenen Innovation durch ein engagiertes Entwurfsteam zustande. Das hat bei der Eröffnung des Datencenters im April 2007 in einem energiesparenden Konzept resultiert, wobei unter anderem Free Cooling (Kühlung mithilfe der Außentemperatur), Cold Corridors (Trennung von warmen und kalten Luftströmen) und UPS-Technologie mit Delta Conversion eingesetzt werden.

EvoSwitch legt momentan letzte Hand an einen neuen Entwurf, wobei die PUE sich noch weiter verbessern wird. Rosenthal: „Das wird in niedrigeren Kapital- und Betriebskosten resultieren und sowohl dem Klima wie den Kunden von EvoSwitch zugute kommen“.

PUE und DCiE
Es gibt heutzutage viele Lieferanten, die behaupten, ‘grün’ zu operieren. „Bei einem Datencenter ist jedoch die Power Usage Effectiveness das Einzige was zählt“, sagt Rosenthal. „Ein Datencenter kann grünen Strom einkaufen, ist dann aber noch nicht energiesparend. Ein Datencenter kann Cold Corridors installieren, realisiert damit aber noch nicht die maximal machbare Energieeinsparung. Die PUE eines Datencenters ist die Zahl schlechthin, die zeigt, ‘wie grün’ ein Datencenter tatsächlich ist. The Green Grid, von dem wir Mitglied sind, hat übrigens vor kurzem beschlossen, auch die Bezeichnung Data Center infrastructure Effectiveness (DCiE) zu verwenden. Je niedriger die PUE oder je höher die DCiE, umso erfolgreicher ist das Konzept eines grünen Datencenters. Wie man das erreicht, ist eine Frage der richtigen Auswahl zwischen den verschiedenen verfügbaren grünen Technologien. Unser Streben ist jetzt eine PUE von 1,2 bis 1,3 in den neuen Datencenter-Entwürfen“