Erhöhung des Anteils an nachhaltiger Energie durch Energie-Nachfrage-Management

In Zusammenarbeit mit fünf Partnern untersucht TNO die Möglichkeit, die Nachfrage nach Energie so weit wie möglich an das Angebot an nachhaltiger Energie anzupassen. Das bedeutet Elektrizität genau in dem Moment zu nutzen, wenn die Sonne scheint oder wenn es windig ist. Dies ist notwendig, wenn man nachhaltige Energiequellen verstärkt einsetzen möchte. Um die Stabilität des Elektrizitätsnetzes zu gewährleisten, müssen Energieversorgung und Energiebedarf bei der Stromversorgung stets im Gleichgewicht sein. Dazu müssen Windturbinen und Solaranlagen bei Überproduktion ‚ausgeschaltet’ werden. Der herkömmliche Weg diese Balance zu erhalten ist, die Energieversorgung durch Strom aus Gaskraftwerken flexibel zu gestalten. TNO führt diese Studie gemeinsam mit seinen Partnern Alliander, Essent/Powerhouse, EvoSwitch, Kloosterboer und Partner Logistics im Flexiquest Project durch.

Im Flexiquest Project untersucht TNO, wie weit es technisch, organisatorisch und wirtschaftlich machbar ist, die Nachfrage nach Energie bestmöglich an das Angebot an nachhaltiger Energie anzupassen. Das Ziel ist dabei, die Auswirkungen auf die gesamte Energiewertschöpfungskette zu erforschen. Vor diesem Hintergrund fokussiert sich Flexiquest speziell auf mittelständische Energieverbraucher wie Datencenter, gekühlte Lagerhäuser, Schwimmbäder, Bürogebäude, Krankenhäuser, Leichtindustrie, Wasserverbände, usw., weil diese Gruppe bei solchen Studien weitgehend übersehen wird. Es ist zu erwarten, dass sich so sichtbare Auswirkungen für die gesamte Energieversorgungskette ergeben.

Ergebnisse für die gesamte Energiewertschöpfungskette

Flexiquest untersucht die Auswirkungen eines Nachfrage-Managements auf alle Beteiligte in der Energiewertschöpfungskette: Produzenten, Handelspartner, (regionale) Netzagenturen sowie Endverbraucher. Flexiquest arbeitet darauf hin, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die alle beteiligten Parteien in die Lage versetzt zu ermitteln, was mehr nachhaltige Energie für sie speziell bedeutet. Fragen wie, „Inwieweit können wir die Nachfrage nach Energie flexibel gestalten?", „Was bedeutet mehr nachhaltige Energie für die regionalen Netzbetreiber in Bezug auf die Netzübertragung und die entstehenden Kosten?", und „Welche Auswirkungen hat mehr nachhaltige Energie auf die Tarife die Endverbraucher zahlen?" spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Eine breite Einführung nachhaltiger Energie steht im Einklang mit den Zielen der EU für nachhaltiges Wachstum. In den Niederlanden hatte erneuerbare Energie 2010 einen Anteil von 4% am gesamten nationalen Energieverbrauch. Die EU sieht für die Niederlande einen Anteil von 14% erneuerbarer Energie in 2020 vor.