Gute Vorbereitung auf Spitzenbelastung in Festsaison notwendig für Webshops

Webshopbetreiber unterschätzen Wichtigkeit von Hosting.

Die sich nähernden Festtage sind eine Goldgrube für die meisten Webshops. Marktforschung von Blauw Research im Auftrag von Thuiswinkel.org ergab, dass die durchschnittliche Umsatzsteigerung Ende des vorigen Jahres im Zeitraum vom 1. November bis zum zweiten Weihnachtstag nicht weniger als vierzig Prozent betrug. “Es ist äußerst wichtig, dass die Webseite und der Webshop gerade in diesem Zeitraum ständig erreichbar sind und dass alle Transaktionen ohne Probleme durchgeführt werden können. Um eine optimale Erreichbarkeit zu gewährleisten, müssen Webshops – selbstverständlich schon ab dem Start – Maßnahmen treffen, um die Spitzenbelastung gut aufzufangen, ohne dass etwa bei der Ladezeit oder der Erreichbarkeit der Webseite Verzögerungen auftreten”, rät Emile Schouwstra, Business Development Manager bei LeaseWeb, einem der größten Hostingprovider von Europa. “Als Hostingprovider beschäftigen wir uns mit der Optimierung der zugrundeliegenden IT-Infrastruktur und der Gewährleistung von Uptime (der Gesamtzeit der Erreichbarkeit der Infrastruktur). Obgleich wir uns also nicht mit der Programmierung der Webseite selbst beschäftigen, können wir dank unseren Kenntnissen immerhin nützliche Empfehlungen machen.”

“Die Technik hinter der Webseite ist mindestens genauso wichtig für den Erfolg eines Webshops wie das Marketing, die Präsentation und das Sortiment”, meint Emile. “Das hört sich wie eine offene Tür an, aber man sieht, dass viele startende Webshopbetreiber die Rolle der zugrunde liegenden Technik unterschätzen. Das fängt schon mit der Webseite selbst an, die Webshopsoftware und die Zahlungssysteme müssen einwandfrei funktionieren. Das lässt sich nur auf der Basis einer hochwertigen Struktur realisieren. Gute Leistungen der Webseite sind dabei von vitaler Bedeutung, denn der Verbraucher wird immer kritischer. Wenn eine Webseite träge oder nicht erreichbar ist, springt der Verbraucher sehr schnell ab. Für betriebskritische Webseiten ist die Norm für Uptime 99,99% und für die Ladezeit einer Seite maximal 2 Sekunden.” 

Emile Schouwstra hat eine Reihe wichtiger Tipps für das Hosting und die Kontinuität von Webshops, insbesondere während der Festsaison: 

  1. Sorgen Sie dafür, dass der Webshop zusätzlichen Datenverkehr bei Spitzen in der Festsaison verkraften kann. Wenn ein Vertrag mit einem Hostingprovider auf eine feste Menge Datenverkehr abgestimmt ist, können unvorhergesehene Spitzenbelastungen kostspielig werden. Wählen Sie deshalb eine skalierbare Umgebung, die Platz für eine schnelle und flexible Erweiterung der Kapazität bietet. 
  2. Arbeiten Sie vorzugweise nicht mit einem ‘shared Webhostingdienst’, wobei mehrere Webshops die gleichen Einrichtungen und Infrastruktur teilen. Ein solcher Dienst ist nämlich besonders empfindlich für Spitzenbelastungen. Eine dedicated (= spezifisch für einen einzelnen Webshop allein eingerichtete) Infrastruktur auf der Basis physischer Server oder von Cloudservern ist die beste Wahl. Weil auch eine Cloudlösung auf physischer Apparatur funktioniert, ist die Wahl eines guten Datencenters besonders wichtig.
  3. Sorgen Sie für eine doppelt ausgeführte, oder auch redundante Infrastruktur. Hierdurch bleibt die Webseite beim Ausfall der Server oder von Teilen des Netzes dennoch erreichbar. Eine andere Alternative ist die Nutzung einer Twin-Data-Center-Lösung, wobei die Infrastruktur in zwei separaten Datencentern gehostet wird. 
  4. Wählen Sie einen Hostingprovider mit einem Qualitätsnetz. Es hört sich schön an, wenn eine Webseite 99 % der Zeit operativ ist, aber in der Praxis kann es bedeuten, dass die Webseite fast vier Tage im Jahr nicht erreichbar ist. Wenn das im Anlauf zum Niklausfest und den Festtagen passiert, verpassen Sie eine Menge Umsatz. Für die Sicherung einer guten Leistung ist es wichtig, dass der gewählte Hostingprovider über ein redundantes Netz mit einer guten weltweiten Konnektivität verfügt.
  5. Webseiten können von der ganzen Welt aus besucht werden, unabhängig von Zeitzonen und vom Zeitpunkt. Wenn Probleme auftreten, ungeachtet des Zeitpunkts, müssen diese möglichst schnell und akkurat beseitigt werden. Ein Hostingprovider muss deshalb 24/7 technische Unterstützung bieten. Darüber hinaus ist es wichtig, dass das technische Personal über die benötigten Kenntnisse verfügt und regelmäßig Kurse absolviert, um über neue Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben. 

Neben diesen technikbezogenen Hinweisen spielen auch die Kenntnisse und die Erfahrung des Hostingproviders eine Rolle. ”Webshops müssen sich realisieren, dass je nachdem das Geschäft wächst, auch der Webhostingbedarf wächst”, erzählt Schouwstra. “Ein erfahrener Hostingprovider versteht, was sich im Markt tut. Deshalb kann er Sie beraten, welche Webhostinglösung am besten für den Webshop ist, wobei die Zukunft in Betracht gezogen wird. Gute Hostingprovider können auch beim Testen der Infrastruktur helfen. Auf diese Weise können Sie während der Zeit der Festtage ihren Webshop maximal ausnutzen.”